Zirkonimplantate oder Titanimplantate im Vergleich


Vergleich von Zirkonimplantaten und Titanimplantaten

Welches Material ist die richtige Wahl?

 
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Zirkonimplantate

Titan oder Zirkonoxid – wer gewinnt das Wettrennen um die Zahnimplantate?
 
 

Fast alle Zahnimplantate bestehen in der heutigen Zeit aus dem über viele Jahre erprobten Metall Titan. Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass sich das in Zukunft ändern wird. Die Zeit arbeit nämlich für das Material Zirkonoxid.

 

 
Zirkonoxid ist ein keramischer Werkstoff und in seinen Eigenschaften dem gewachsenen Zahn vergleichbar und außerordentlich Bio – Kompatibel. Trotzdem sind in der heutigen Zeit die meisten Zahnimplantate nach wie vor aus Titan. Woran liegt das?
Erinnern wir uns zurück: Es war ein Zufall, als der junge schwedische Biologe Per-Ingvar Brånemark in den 50 er Jahren herausfand, dass das menschliche Gewebe das Metall Titan dauerhaft verträgt und man dieses Material langfristig in den Knochen integrieren kann.
Aufgrund dieser Erkenntnis entwickelte er eine schrauben-förmige, künstliche Zahnwurzel aus Titan, die er mitte der 60er Jahre erstmals in den Kieferknochen eines Patienten einsetzte. Es dauerte einige Wochen, bis das Implantat eingeheilt war, dann aber schraubte er ein Zwischenstück (Abutment) darauf, auf dem er schließlich die Krone befestigte. Mit diesem ersten Titan-Implantat begründete Brånemark die Zahnimplantologie. Dieses Patent wurde später von dem Unternehmen Nobel Biocare erworben.
 
Anfang der 90er Jahre kam dann das erste aus Zirkonimplantat (Sigma) auf den Markt.
Es war noch einteilig, das heißt, das die künstliche Zahnwurzel und das Zwischenstück nicht voneinander zu trennen waren. Diese Einteiligkeit verursachte massive Probleme, da der obere Teil des Zirkonimplantats während der Einheilphase, die ja bekanntlich die größte Hürde der Implantologie darstellt, aus dem Zahnbett herausragte und mit einer Schiene geschützt werden musste. Der qualitativ noch nicht ausgereifte Werkstoff brach des öfteren unter erhöhter Belastung beim Kauen. Deshalb verschwand dieses Zahnimplantate schnell wieder vom Markt.
 
Unterdessen verlangen aber immer mehr Patienten danach, kein Metall mehr im Mund haben zu wollen. Einige Implantologen beurteilen die Vorteile von Zirkonoxid noch aus einem andern Blickwinkel: Wenn Implantate, Brücken und Kronen durchgehend aus Zirkonoxid gefertigt seien, entstehe eine überzeugende materialtechnische Einheit. Ein solches Konzept für den Zahnersatz habe große Chancen für die Zukunft.
 
Im Laufe der letzten Jahre haben längst eine Reihe neuer Zirkonoxid-Implantate Marktreife erlangt. Zum Beispiel entwickelte das Zürcher Unternehmen Dentalpoint als weltweit erster Anbieter ein zweiteiliges Zirkonoxid-Implantat (Zeramex), bei dem das Implantat und das Abutment mit einem Drehverschluss zusammengefügt und dann verleimt werden.
 
Das stellt eine absolute Innovation dar und wurde schließlich in Zusammenarbeit mit der Firma Heberlein realisiert. Das mit Yttrium stabilisierte Zirkonoxid wird von dem Unternehmen Metoxit produziert, das seit 1980 ein Kompetenzzentrum für medizinische Oxidkeramiken aufbaut und Europas Produzenten von Zahnersatz beliefert.
 
Wer dieses Wettrennen um Titan oder Zirkonimplantate nun gewinnen wird – es wird sich sicherlich bald zeigen.